Zu Besuch bei: Weingärtner Cleebronn Güglingen eG

„Cleebronn-Güglingen ist derzeit die beste Genossenschaft in Deutschland!“ – mit diesen Worten beginnt der Artikel über die Weingärtner Cleebronn Güglingen im aktuellen Vinum WeinGuide.

Die Auszeichnung im Vinum WindeGuide Deutschland 2018, in welchem jedes Jahr Deutschlands führende Weingüter vorgestellt werden, ist jedoch nicht die einzige, so zählen die Weingärtner Cleebronn Güglingen laut Gault&Millau 2018 zu den am höchsten bewerteten Erzeugergemeinschaften Deutschlands. Und auch im Fallstaff Weinguide 2018 und bei Eichelmann gehören die Weine der Cleebronner Winzer zur Spitzen-Klasse. Kein Wunder also, dass auch wir vor Ort die Gelegenheit ergreifen und uns von Verkaufsleiter Jens Scheffler umfassend beraten lassen!

Individuelle Weinberatung in der Vinothek

Die Auswahl in der Vinothek ist beeindruckend: Von Rotwein und Weißwein über Rosé bis hin zu Sekt und Prosecco – das Sortiment der Cleebronner Winzer umfasst zehn Kollektionen für jeden Geschmack, sodass auch wir schnell fündig werden.

„Trockene Weine sind nicht so meins, ich mag am liebsten Weißherbst“, erzähle ich Herrn Scheffler und schon schenkt er uns den Dreiviertel Chatoyant feinherb ein – „etwas Besonderes“, wie er uns erklärt. Und das ist der Rosé tatsächlich! Um das zu merken, muss man wahrlich kein Weinkenner sein: Der Geschmack ist unvergleichlich, was auch für die anderen Weine gilt, die wir verkosten.

Den Herzog C Grauburgunder trocken beschreibt Herr Scheffler beispielsweise als „Wein aus dem Holz“, den Sankt M Grauburgunder trocken Edition hingegen als „leichten Sommerwein“ – und im direkten Vergleich können auch wir einen deutlichen Unterschied schmecken.

Viel Wein für wenig Geld – Die Spitzenweine aus dem Zabergäu

Ob passionierter Weinkenner oder Neuling auf dem Gebiet – in der Cleebronner Vinothek wird jeder beraten und genau das macht die Winzergemeinschaft auch so sympathisch. „Wir haben vor 10 Jahren einen neuen Weg beschritten und auf Premium-Produkte mit Qualität gesetzt“, erzählt uns Herr Scheffler. Dem Unternehmen ist es dennoch wichtig, dass die exzellenten Produkte auch für wenig Geld erhältlich sind. So kostet der teuerste Wein der Cleebronner Winzer – nämlich der Roter Hirsch Cuvée Reserve trocken – gerade einmal 38,00€ und das ist er auch wert.

Von der alten Herzogskelter in Güglingen...

Ihren Ursprung hat die im Jahr 1951 gegründete Winzergenossenschaft in der alten Herzogskelter in Güglingen. Bereits 1953 kam es zum Zusammenschluss mit den Weinbaugemeinden Cleebronn, Eibensbach und Frauenzimmern, sodass in den 70er-Jahren schließlich die Umsiedelung in den benachbarten Weinort Cleebronn folgte. Inzwischen sind rund 580 Winzer aus dem Zabergäu Teil der Weingärtner Cleebronn Güglingen eG, wovon knapp 420 aktiv in den Weinbergen tätig sind.

Aufgrund der frei stehenden Lage des Michaelsbergs ist das Zabergäu Württembergs stärkstes Anbaugebiet für Riesling: So werden die Trauben von dem dort vorherrschenden Wind stets getrocknet, d.h. sie faulen nicht. „Dadurch können wir den Lesezeitpunkt nach hinten verschieben und haben so die Möglichkeit, einzigartige Rieslinge zu keltern“, erklärt uns Herr Scheffler.

...zu Deutschlands bester Erzeugergemeinschaft!

Der „beste Edelsüße in Württemberg“ ist laut Vinum WineGuide 2018 der Cleebronner Michaelsberg Riesling Eiswein und auch den Emotion CG Riesling trocken kann man „unter die Topweine der Region einreihen“. Und auch im Rahmen des Best of Riesling 2017, einem der größten Riesling-Wettbewerbe der Welt, wurden die Weine der Cleebronner Winzer in höchsten Tönen gelobt.

„Bei uns profitiert der Kunde von einem sehr guten Preis-Genuss-Verhältnis“, erklärt uns Herr Scheffler. Vor knapp 10 Jahren hat die Genossenschaft den Fokus des Unternehmens drastisch verändert und neue Anbauweisen sowie ein neues Corporate Design eingeführt: „Wir wollten weg von der Mainstream-Genossenschaft mit Literware hin zur Vermarktung von Premium-Weinen – aber eben in einem noch finanzierbaren Bereich“, erklärt er uns.

Das Erfolgsrezept: Leidenschaft und Kontinuität

Herr Scheffler stammt selbst aus einem Weinbauort und hat schon von klein auf einen engen Bezug zum Produkt Wein, weshalb es naheliegend war, sein Hobby zum Beruf zu machen. „Wir machen mit unseren Produkten Freude und das macht einfach Spaß“, grinst er. Nicht nur deshalb ist er jeden Tag mit Herzblut bei der Sache: „Ich bin ein Landei und mag die Leute und das Landleben“, erzählt er uns. Ein Grund mehr, weshalb er bereits seit über 20 Jahren Teil der Winzergenossenschaft ist.

Als wir ihn nach seinem persönlichen Lieblingswein fragen, muss er nicht lange überlegen: „Im Sommer ist das der Sankt M Weissburgunder trocken, im Winter der Herzog C Lemberger trocken“.

Wie der Blanc de Noirs nach Cleebronn kam

Zum Abschluss unseres Interviews erzählt er uns noch eine kleine Anekdote: Nach einem Urlaub im Tessin, dem südlichsten Kanton der Schweiz, in dem fast nur Rotweine angebaut werden, kam er mit der Idee nach Hause wie dort üblich aus einem roten einen weißen Wein zu keltern. Von seinem Kellermeister bekam er zunächst ein „Des mache ma ned!“ zu hören.

Als jedoch die erste Charge von 10.000 Flaschen nach knapp vier Monaten restlos ausverkauft war, wurde schnell klar, dass aus der einstigen Urlaubsidee ein erfolgreiches Produkt werden könnte: So gab es den so genannten Blanc de Noirs zunächst nur trocken, dann auch als Sekt. Inzwischen ist er im Rahmen der Kollektion „Fein & Fruchtig“ auch in der lieblichen Variante erhältlich

Weinverkauf vor Ort

Wenn Sie noch unschlüssig sind, welchen der vielen ausgezeichneten Weine Sie demnächst einmal probieren sollten, dann schauen Sie unbedingt in Cleebronn vorbei – es lohnt sich! 

Die Vinothek hat an folgenden Tagen für Besucher geöffnet: 

  • Montag bis Freitag: 8 – 18 Uhr
  • Samstag: 8:30 – 13 Uhr (Dezember bis 16 Uhr)
  • Sonntag: 11 – 14 Uhr (März bis Dezember)

Darüber hinaus sind die Weine im Onlineshop der Cleebronner Winzer und natürlich auch bei uns im Markt erhältlich!