Herbstzeit ist Kürbiszeit!

Darum haben wir die wichtigsten Informationen rund um das Thema „Kürbis“ für Sie zusammengefasst: Bei uns erfahren Sie unter anderem, welche Kürbisse essbar sind, worauf Sie beim Kürbiskauf achten sollten und wie Sie Ihren Kürbis am besten zubereiten.

Welches Gemüse könnte den Herbst wohl besser repräsentieren als der Kürbis?! Doch halt – auch wenn der Kürbis meistens in der Gemüseabteilung zu finden ist, so zählt er botanisch gesehen zu den Beerengewächsen. Laut Definition sind Beeren nämlich Früchte, deren Kerne frei im Fruchtfleisch liegen, was neben „klassischen Beeren“ wie der Johannis- oder Heidelbeere auch auf den Kürbis, die Tomate und sogar die Banane zutrifft.

Achtung: Nicht alle Kürbisse sind essbar

Weltweit gibt es rund 800 verschiedene Kürbissorten, von denen lediglich 200 essbar sind. Zierkürbisse sind beispielsweise giftig und nur zur Dekoration geeignet. Achten Sie beim Kürbiskauf also unbedingt darauf, einen Speisekürbis zu kaufen, wenn Sie diesen zubereiten möchten. Sollten Sie doch einmal daneben greifen, dann erkennen Sie den Zierkürbis an seinem bitteren Geschmack. Verspeisen sollten Sie diesen jedoch in keinem Fall – Zierkürbisse haben Auswirkungen auf den Magen-Darm-Trakt und können neben Übelkeit und Bauchschmerzen auch zum Tod führen.

Worauf muss ich also beim Kürbiskauf achten?

Generell sind Kürbisse ab Ende August im Handel erhältlich, die Saison selbst endet im Spätherbst. Zum Kochen eignen sich besonders kleinere Exemplare mit Stiel, da diese weniger Fasern und ein festeres Fruchtfleisch haben, wodurch sie deutlich aromatischer sind als ihre großen Verwandten. Ob ein Kürbis reif ist, können Sie durch das Klopfen auf die Schale überprüfen: Klingt der Kürbis hohl, ist er perfekt und kann verarbeitet werden.

Um die Haltbarkeit Ihrer Kürbisse zu verlängern, sollten Sie bereits beim Kauf darauf achten, dass keine Druckstellen oder gar Risse in der Schale vorhanden sind. Außerdem sollten Sie Ihre Kürbisse zuhause immer kühl und trocken gelagert werden – idealerweise im Keller oder einem geeigneten Vorratsraum bei einer Temperatur zwischen 10 und 14 Grad.

Und welche Kürbisse kann ich nun essen?

Wie oben bereits aufgeführt sind rund 200 Kürbissorten essbar, in diesem Artikel konzentrieren wir uns jedoch auf die 3 beliebtesten Speisekürbisse der Deutschen:

Der Hokkaido

Ein Hokkaidokürbis wiegt zwischen 0,5 und 1,5 Kilogramm und kann anders als die meisten anderen Kürbissorten problemlos mit Schale verzehrt werden, da diese beim Kochen weich wird. Sein nussiges Aroma harmoniert besonders gut mit Ingwer und Chili, weshalb der Hokkaido vielseitig für Suppen und Aufläufe, als Gemüse oder auch roh in Salaten verwendet werden kann. Darüber hinaus kann man aber auch Marmelade daraus machen oder einen Kuchen backen. Kein Wunder also, dass der Hokkaido bei uns so beliebt ist.

Der Butternut

Aufgrund seiner Form wird der Butternuss-Kürbis auch Birnenkürbis genannt und ist mit einem Gewicht von 200 Gramm bis zwei Kilogramm in einer Vielzahl an Größen erhältlich. Unter der Schale verbirgt der Butternut seinem Namen nach ein zartes Fruchtfleisch mit Butteraroma und einer dezenten Süße, wodurch er sich einserseits in einem klassischen Eintopf oder – etwas ausgefallener – mit Pesto und Fetakäse servieren lässt. Anders als beim Hokkaido wird die Schale beim Kochen nicht so weich, weshalb er vor der Zubereitung idealerweise geschält werden sollte.

Der Muskat

Der Muskatkürbis ist mit bis zu 30 Kilogramm ein echtes Schwergewicht, die Farbe seiner Schale variiert von dunkelgrün bis beige-hellbraun, weshalb er im Vergleich zum Hokkaido deutlich unauffälliger daherkommt. Durch seinen fruchtig-säuerlichen Geschmack eignet sich der Muskat für Süßspeisen ebenso wie im Kuchen, darüber hinaus kann man ihn natürlich auch in Suppen oder Salaten verwerten. Unser Tipp: Ravioli mit Pesto und Kürbispürree. Wer mit seinen Kindern an Halloween einen Kürbis schnitzen will, der kann übrigens ebenso zum Muskat greifen – aufgrund seiner Form und Größe ist er dafür ideal geeignet.

Wieso schnitzen wir an Halloween eigentlich Fratzen in die Kürbisse?

Die Legende von Jack O'Lantern

Der Brauch mit den Halloweenkürbissen stammt – ebenso wie Halloween selbst – aus Irland. Der Legende nach lebte dort vor langer Zeit der Hufschmied Jack Oldfield, ein Betrüger und Trinker, der nach seinem Tod aufgrund der vielen bösen Taten an den Himmelspforten abgewiesen wurde. Und da er den Teufel zu Lebzeiten mehrfach hinters Licht geführt hatte, blieb ihm auch der Eintritt in die Hölle verwehrt und der Teufel schickte ihn zurück, woher er gekommen war. 

Weil es jedoch so dunkel und der Weg so weit war, bekam der Teufel Mitleid und schenkte Jack eine glühende Kohle direkt aus dem Höllenfeuer. Der Hufschmied steckte die Kohle in eine ausgehöhlte Rübe, die er als Wegzehrung mitgenommen hatte. Seitdem wandelt seine verdammte Seele mit der Laterne am Vorabend von Allerheiligen durch die Dunkelheit. 

Aus dieser Legende wurde abgeleitet, dass an Halloween ein brennendes Stück Kohle in einer Rübe den Teufel und alle anderen Geister abhalten könne. Um diese auch wirklich abzuschrecken, wurden irgendwann Fratzen in die Rüben geschnitzt, woraus sich schließlich der Halloween-Kürbis entwickelt hat, da sich dieser aufgrund seiner Größe für diesen Zweck sogar noch besser eignete.

Sie möchten an Halloween auch Kürbisse schnitzen?!

Kein Problem: Auf YouTube gibt es viele tolle Anleitungen, anhand derer Sie Ihren Kürbis mit einer gruseligen Fratze oder alternativ auch mit einer Blumenranke verzieren können. Geeignete Kürbisse in verschiedenen Größen und Formen gibt es direkt bei uns im Markt... Natürlich aus der Region und nur solange der Vorrat reicht!